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Eichenprozessionsspinner an einem Baum

EICHENPROZESSIONSSPINNER

DER EICHENPROZESSIONSSPINNER

Gefahr für Mensch und Umwelt

Neben den Fraßschäden für die Umwelt besteht beim Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea L.) vor allem auch Gefahr für den Menschen.
Die giftigen Brennhaare der Raupen (ca. 600.000 pro Tier) enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können beim Menschen allergische Reaktionen sowie Haut- und Augenreizungen, bis hin zu Halsschmerzen- und Atembeschwerden verursachen. Vor allem unbedeckte Körperregionen wie Gesicht, Arme und Beine sind besonders gefährdet.

Wie der Name vermuten lässt, leben die Raupen vornehmlich auf Eichen. Jedoch genügt bereits ein kleiner Windstoß um die feinen Härchen hunderte Meter weit durch die Luft zu transportieren. In Deutschland hat sich die Population in den letzten Jahren zudem enorm gesteigert, sodass der Eichenprozessionsspinner eine ernstzunehmende Gefahr darstellt.

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wie erkenne ich eichenprozessionsspinner?

Das markanteste Erkennungsmerkmal ist, neben den unzähligen, langen weißen Härchen und der Tatsache , dass sie fast ausschließlich auf Eichen leben, die Art wie sich die Raupen fortbewegen:
Die sogenannte Nose-to-Tail-Prozession bezeichnet die charakteristische, prozessionsartige Linienformation, in welcher die Raupen nachts zu ihren Fressplätzen wandern.

Auch die markanten Gurtnester, die im Frühsommer an den Stämmen und Ästen der Eichen (nie im Laub oder an anderen Baumarten bzw. Strukturen wie Häusern...) zu finden sind, deuten auf die EPS-Raupen hin.

Eichenprozessionsspinner Raupe

bekämpfung und vorbeugung

Die Art der Bekämpfung hängt vom Zustand der Raupen ab, sollte aber immer Experten überlassen werden, da diese mit entsprechender Schutzkleidung und geeigneten Hilfsmitteln die Nester sauber und effektiv entfernen können.
Was gilt es zu beachten:
  • Nähern Sie sich nicht oder berühren Sie keine Nester oder Raupen
  • Halten Sie Kinder davon ab, sich den Nestern oder Raupen zu nähern oder zu berühren
  • Halten Sie Haustiere/Tiere von den Nestern und Raupen fern
  • Versuchen Sie keinesfalls, die Nester selbst zu entfernen
Was können Sie tun:
  • Haben Sie einen Befall oder auch nur den Verdacht, ziehen Sie einen Schädlingsexperten hinzu
  • Sind sie mit den Härchen in Berührung gekommen, sollten Sie gründlich duschen und die Kleidung wechseln
  • Betroffene Hautstellen können gekühlt oder mit einer kortisonhaltigen Salbe behandelt werden

FAQ

Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners besitzen feine Brennhaare, die gesundheitliche Beschwerden auslösen können. Bereits ohne direkten Kontakt können die Haare durch den Wind verbreitet werden und Hautreizungen, Atemprobleme oder allergische Reaktionen verursachen.
Welche Beschwerden verursacht der Eichenprozessionsspinner?

Typische Symptome sind:

  • starker Juckreiz
  • Hautausschläge und Rötungen
  • Augenreizungen
  • Husten oder Atembeschwerden

Bei empfindlichen Personen können auch stärkere allergische Reaktionen auftreten.

 

Wo tritt der Eichenprozessionsspinner besonders häufig auf?

Die Raupen leben hauptsächlich auf Eichen. Häufig betroffen sind Parks, Grünanlagen, Waldränder, Spielplätze oder Bereiche entlang von Straßen und Wegen.

Wann ist die Hauptsaison des Eichenprozessionsspinners?
Die Raupen treten meist ab April oder Mai auf. Besonders zwischen Mai und Juli ist Vorsicht geboten, da die Brennhaare in dieser Zeit ihre größte Wirkung entfalten.
Was tun bei einem Befall im Garten oder auf dem Grundstück?
Wichtig ist, Abstand zu halten und die Raupen oder Nester keinesfalls selbst zu entfernen. Durch Berührungen oder aufgewirbelte Brennhaare besteht Gesundheitsgefahr. Stattdessen sollte ein Fachbetrieb kontaktiert werden.
Darf man den Eichenprozessionsspinner selbst entfernen?
Davon wird dringend abgeraten. Die Entfernung erfordert spezielle Schutzkleidung und professionelle Verfahren. Unsachgemäße Maßnahmen können die Brennhaare zusätzlich verteilen.
Wie läuft die professionelle Entfernung ab?
Ein Schädlingsbekämpfer beurteilt zunächst den Befall und die Lage der Nester. Anschließend werden die Raupen und Gespinste mit speziellen Verfahren entfernt – beispielsweise durch Absaugen oder andere professionelle Methoden.
Wie lange bleiben die Brennhaare gefährlich?
Auch alte Nester können noch lange gesundheitsschädlich sein. Die Brennhaare bleiben oft über Monate oder sogar Jahre aktiv und können weiterhin Beschwerden verursachen.
Wie kann man sich vor dem Eichenprozessionsspinner schützen?

Hilfreich ist es:

  • Abstand zu befallenen Bäumen zu halten
  • Warnhinweise zu beachten
  • lange Kleidung zu tragen
  • nach möglichem Kontakt Kleidung zu wechseln und zu duschen

Dadurch lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.

 

Wann sollte ein Schädlingsbekämpfer kontaktiert werden?
Sobald Raupen oder Nester in Wohnnähe, an Schulen, Spielplätzen oder öffentlichen Bereichen entdeckt werden, sollte professionelle Hilfe hinzugezogen werden. Je früher gehandelt wird, desto geringer ist die Gesundheitsgefahr.